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ḏi̯=f s(j): Das feminine Personalpronomen bezieht sich auf die im vorigen Satz genannte bnr.t, bei der es sich erneut um die Kronenschlange handelt. Mit diesem Satz wird wohl auf die Krönung des Horus zum König Ägyptens angespielt, in deren Folge ihm die Doppelkrone und damit auch die Kronenschlange verliehen wird. Diese dient ihm dann als Schutz vor seinen Feinden.
zꜣ=j: Die Bezeichnung des Horus als „mein Sohn“ ist auffällig. Da er anschließend als „Erbe seines Vaters Osiris“ bezeichnet wird und nicht etwa als „mein Erbe“, kann der Redner aber weder Osiris sein noch ein Magier, der sich mit ihm identifiziert. Aber er kann auch nicht Isis, die Mutter des Horus, sein, denn diese erscheint weiter vorn in der Rede als Person, über die gesprochen wird. Darauf, dass irgendein anderer Gott einer älteren Generation redet und zꜣ=j als „mein Enkel“ zu verstehen ist, gibt es keinen Hinweis. Vielleicht liegt diesem Satz also doch die gleichzeitige Identifizierung und Distanzierung des Ritualisten mit Osiris zugrunde, wie sie sich bspw. viel expliziter in den Nichtidentifikationsformeln zeigt.
r dꜣr n=f nfꜣ.w jb.w: Gardiner, Ramesseum Papyri, 10 übersetzt „to subdue to him breathers and hearts“, setzt also nfꜣ.w und jb.w syntaktisch parallel. Meyrat, Papyrus magiques du Ramesseum, 7 und 19 denkt dagegen an eine Dämonenbezeichnung: „Ceux-au-cœur-haletant“ und verweist dafür auf andere Dämonenbezeichnungen, die mit nfi̯: „ausatmen, hauchen“ verbunden sind (LGG IV, 206c, vgl. auch den nf-ḥꜣ.tjw von Wb 2, 250.13 = LGG IV, 205c-206a). Es gibt auch noch ein Verb nf: „übel gesinnt sein“, „Unrechtes tun“ o.ä. (vgl. Van der Molen, Dictionary of Coffin Texts, 221 und s. das Substantiv nf: „Unrechtes“ in Wb 2, 252.1-2), doch ist dieses mit dem schlechten Vogel klassifiziert, wohingegen die nfꜣ.w jb.w des pRamesseum VII mit dem Gesicht mit Nase klassifiziert sind, so dass es wohl keine „mit Übel gesinntem Herzen“ sind.
Auffällig ist an dieser Stelle, dass die nfꜣ.w-jb wie eine eigene Kategorie von Entitäten behandelt wird, die auf der gleichen „taxonomischen“ Stufe stehen wie die Götter + die „Inselbewohner“ (das sind Bewohner der Ägäis, die anfangs für die Ägypter einen halb-mythischen Charakter besitzt, aber immer mehr an Realität gewinnt und in ptolemäischer Zeit klar die Griechen bezeichnet) sowie die Dreiergruppe pꜥ.t, rḫ.yt und ḥnmm.t, bei denen es sich um drei Kategorien von Menschen handelt, die einerseits als Teil der Bevölkerung Ägyptens betrachtet werden, ohne dass sie sich genau mit bestimmten gesellschaftlichen Schichten korrelieren ließen, andererseits aber auch als Feinde des ägyptischen Königs erscheinen (s. Gardiner, AEO I, *98-*112, Nr. 233 und Griffin, Role of the Rekhyt-People, spez. 29-46; eine neue Studie ist angekündigt von Quack, Erdklötze, Kiebitze und Strahlemänner? Was bedeuten die traditionellen Bevölkerungsgruppen Ägyptens?). Die nfꜣ.w-jb werden daher hier gleichsam als eine Sammelbezeichnung für alle feindlichen, vielleicht speziell dämonischen bzw. unterweltlichen, Wesen zu verstehen sein. Die pꜥ.t, rḫ.yt und ḥnmm.t übernehmen in dieser Aufzählung möglicherweise die Funktion der irdischen, menschlichen Teile der Welt, wobei die negativen Handlungen, die an ihnen vollzogen werden (sie werden „herbeigezerrt“ bzw. „herbeigebracht“ sowie „zur Ruhe gebracht, bezwungen“ [vgl. Zandee, in: ZÄS 97, 1971, 158-159]) zeigen, dass an dieser Stelle die Konnotation eher auf den Feinden Ägyptens liegt. Auffällig ist der Kontrast zu den Göttern und den „Inselbewohnern“, die hier vielleicht die überirdische Sphäre präsentieren: Diese „kommen“ einfach nur, wenn auch „in Verbeugung“.
Gardiner, Ramesseum Papyri, Taf. 22 und Meyrat, Papyrus magiques du Ramesseum, 281 geben nach m ks.w eine kleine Lücke an. Da diese aber kaum länger als ein Schreibquadrat ist, kann kaum ein weiteres r + Verb + n=f hineinpassen. Daher wird hier vorgeschlagen, nur ein ḥnꜥ zu ergänzen.
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(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de Kay Christine Klinger, Identifiant d’unité ICABadDWZJnqDUmXnwn7rJ1nwbw <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/ICABadDWZJnqDUmXnwn7rJ1nwbw>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
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