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Eb 768 = pLouvre E 32847, Rto. x+6,2-3

Eb 768 = pLouvre E 32847, Rto. x+6,2-3 92,3 pẖr.t n(.j).t msḏr šmꜣm.y wꜥf ⸮n? =f ry.t

de
Heilmittel für ein anomales (wörtl.: fremdartiges) Ohr, (um) ihm (???) den Eiter zu bezwingen (???):
التأريخ (الإطار الزمني):

تعليقات
  • wꜥf n=f: Wird bislang stets als wꜥf.n=f verstanden. Das Verb bedeutet „bezwingen, niederbeugen, besiegen, binden“, gelegentlich auch „zerbrechen“. Die Aussage von Eb 768 ist allerdings unklar. Joachim, Papyros Ebers, 167, versucht sich noch an einer möglichst bedeutungsnahen Übersetzung: ein „Ohr, das von Eiter angegriffen wird“. Eine solche partizipiale Übersetzung würde aber die Tilgung von n=f erfordern. Ebbell, Papyrus Ebers, 107 lässt die Passage unübersetzt. Grundriß der Medizin IV/1, 62 nimmt es als Umstandssatz zur Beschreibung eines Untersuchungsbefundes, analog etwa zu Eb 858b (vgl. Westendorf, Grammatik, § 239.aa.1). Es muss dafür aber eine andere Übersetzung für das Verb suchen, weil in dem Fall der Eiter Objekt und nicht Subjekt der Handlung ist. Daher das „zusammenballen“ von Grundriß der Medizin IV/1, 62, das weniger sprechende „zusammenziehen“ von MedWb 1, 169 und Westendorf, Handbuch Medizin, 677 bzw. das „concentrer“ von Bardinet, Papyrus médicaux, 359.
    Wollte man eine Zustandsbeschreibung unter gleichzeitiger Beibehaltung einer möglichst wörtlichen Übersetzung ansetzen, müsste man wie Joachim das n=f streichen, oder man könnte alternativ einen temporalen Umstandssatz erwägen (vgl. Westendorf, Grammatik § 239.aa.4), müsste dann aber einen Agensmarker, d.h. ein n, jn, o.ä., ergänzen: „nachdem es 〈durch〉 Eiter bezwungen wurde“. Eine alternative Lösung, nämlich mit indirektem Objekt wꜥf n=f ry.t, erscheint jedenfalls wenig sinnvoll, weil wꜥf n eher „sich jemandem beugen“ bedeutet (vgl. D. Lorton, The Juridicial Terminology of International Relations in Egyptian Texts through Dyn. XVIII, Baltimore, London 1974, 83-84); aber eine daraus folgende Übersetzung „ein Ohr, (indem) der Eiter sich ihm ‚unterwirft‘/niederbeugt“ erscheint inhaltlich wenig Sinn zu ergeben. Sollte man vielleicht einen Infinitiv wꜥf annehmen können, der von pẖr.t n.t abhängt? Dieser stünde dann parallel zu msḏr šmꜣ.y; s. dazu Westendorf, Grammatik, §§ 147.bb.1 und 147.bb.3 bzw. Grundriß der Medizin II, 53-55 (zugegebenermaßen ohne Bsp. für eine Parallelisierung eines Substantivs und eines Infinitivs). Zu einer wꜥf-Bezwingung gerade von šmꜣ.yw („Nomaden, Vagabunden” o.ä.) in königlichen Inschriften vgl. bspw. Urk. IV, 740,1 oder KRI IV, 19,8. In dem Fall könnte man n=f als indirektes Objekt „für es (d.h. das Ohr), ihm“ deuten – was allerdings ebenfalls ungewöhnlich ist. Alles in allem bleibt die Stelle syntaktisch und inhaltlich daher problematisch.

    كاتب التعليق: Lutz Popko (تم إنشاء ملف البيانات: ٢٠١٧/٠٧/٢٧، آخر مراجعة: ٢٠١٨/٠٥/٢٥)

  • šmꜣ: Stern, in: Ebers, Papyros Ebers, 2. Bd., 45b schlägt „sacrare et devovere“ vor; für das pẖr.t n.t msḏr šmꜣ.y denkt er an „remedium auris dedicatae“. Daher Ebbells „Remedy for a bewitched ear“ (Papyrus Ebers, 107). Das Wort šmꜣ meint hier aber sicher „umherwandern, nomadisch sein“, daher „fremdartig, anomal“. So auch die jüngeren Übersetzungen.

    كاتب التعليق: Lutz Popko (تم إنشاء ملف البيانات: ٢٠١٧/٠٧/٢٧، آخر مراجعة: ٢٠١٧/٠٧/٢٧)

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Lutz Popko، مع مساهمات من قبل Florence Langermann، Altägyptisches Wörterbuch، Daniel A. Werning، معرف الرمز المميز IBcCBrKuiPOkPUXrpeYBoOPOxw8 <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBcCBrKuiPOkPUXrpeYBoOPOxw8>، في: Thesaurus Linguae Aegyptiae، إصدار المتن ١۹، إصدار تطبيق الويب ١.١.٢.٢، ٢٠٢٥/۳/٦ ، نُشر بواسطة Tonio Sebastian Richter و Daniel A. Werning نيابة عن Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (أكاديمية برلين-براندنبورغ للعلوم والإنسانيات) و Hans-Werner Fischer-Elfert و Peter Dils نيابة عن Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (الأكاديمية الساكسونية للعلوم والإنسانيات في لايبزيغ) (تم الوصول: ٤ أبريل ٢٠٢٥)
(الاقتباس المختصر)
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