Identifiant de phrase ICQDF5Fk88mlmkR0ga1XQIFQ5Do
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Mḥ-ḏr.t-ḥꜣ.tj: Dieses Versprechen ist schwer zu verstehen. Koenig (in: BIFAO 118, 2018, 236) fasst n mḥ ḏr.t ḥꜣ.tj als parallele Aussage zum vorhergehenden Satz auf („nous remplirons la main comme le cœur (de) cet enfant de ...“). Das ist grammatikalisch nicht möglich. Die Phrase mḥ ḏr.t ḥꜣ.tj wird durch n bzw. m angeschlossen. Koenig (ebd.) verweist auch darauf hin, dass sowohl die Lesung ḏr.t als auch jr.t möglich wäre. Nach Vergleich der beiden Zeichen im gesamten Text komme ich zu dem Schluss, dass ḏr.t gelesen werden sollte. Dies gründe ich auf zwei Beobachtungen: (1) Im publizierten SW-Foto des Textes sieht es so auch, als wäre eine Pupille geschrieben. Jedoch ist auf dem Farbfoto, das mir das IFAO zur Verfügung gestellt hat, eindeutig zu erkennen, dass es sich bei den dunkleren Bereichen im Inneren des Zeichens keineswegs um Zeichenspuren, sondern vielmehr um Wurmfraßlöcher im Papyrus handelt. Auf diesem Foto sind keinerlei Spuren einer Binnenzeichnung, die als Pupille gedeutet werden könnte zu erkennen. (2) Im Vergleich mit den vollständig erhaltenen Zeichen „Auge“ in den Zeilen B, x+10 und B, x+16 zeigt sich, dass der Schreiber offenbar das Zeichen „Auge“ auf der rechten Seite mit einem deutlich ausgeführten waagerechten Strich beginnt. Dieser Strich ist an dieser Stelle hier eindeutig nicht vorhanden. Daher möchte ich ohne eine Ambiguität anzunehmen Mḥ-ḏr.t-ḥꜣ.tj lesen.
Ich vermute, dass hier der Vater der ungeborenen Kinder genannt ist. In dem Zeichen nach ḥꜣ.tj, das Koenig (in: BIFAO 118, 2018, 239) als Fleischstück (F51) deutet, erkenne ich ziemlich deutlich einen sitzenden Mann (A1). Insofern möchte ich Mḥ-ḏr.t-ḥꜣ.tj als Namen dieses Mannes deuten, gefolgt von der Filiation „Sohn von Padiumaat (und) Sohn von Nestanebetischeru“. Parallelen zu einem solchen Namen kann ich allerdings nicht anführen. Durch diese Deutung ergibt sich ein schöner Sinn, wobei im vorausgehenden Versprechen Neschons als Mutter der erhofften Kinder genannt ist und nun hier ganz parallel der Vater.
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ICQDF5Fk88mlmkR0ga1XQIFQ5Do
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https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICQDF5Fk88mlmkR0ga1XQIFQ5Do
Citer en tant que:
(Citation complète)Anke Blöbaum, Identifiant de phrase ICQDF5Fk88mlmkR0ga1XQIFQ5Do <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICQDF5Fk88mlmkR0ga1XQIFQ5Do>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICQDF5Fk88mlmkR0ga1XQIFQ5Do, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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