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Es handelt sich satzsyntaktisch entweder um einen elliptischen Satz m=k tw: „Siehe, du!“ (vgl. m=k wj: „Hier, ich!“ o.ä., Schenkel, Einführung 2012, 179), gefolgt von einem – dann allerdings uneingeleiteten – Verbalsatz, oder es ist ein Verbalsatz mit vorderer Erweiterung, vor der zusätzlich ein m=k steht. Zu Sätzen des Musters m=k + Satz mit Schenkelscher Rang-II-Erweiterung s. El-Hamrawi, Vordere Erweiterungen, 91 und zu solchen des Musters m=k + Satz mit Rang-IV-Erweiterung ebd., 97-98 (beide Male allerdings nur mit einem Substantiv in der Erweiterung, nicht mit Pronomen). Ein dem pRamesseum XV ähnlicher Satz (mit vergleichbar ambivalenter Erklärung) dürfte das Buch von der Himmelskuh, Version Sethos’ I., Kolumne 59 (s. im TLA) sein: m=k wj wbn=j: „Siehe, ich gehe für dich auf.“
Sollte in pRamesseum XV die zweite Erklärung die korrekte sein, wäre zudem zu fragen, ob tw das enklitische Pronomen der 2. Person Sg. oder das Indefinitpronomen ist. In Zeile x+5 scheint zunächst die Erklärung als Pronomen der 2. Person Sg. die nächstliegende und fraglos plausibelste. Jedoch kommt dasselbe Satzmuster mit anderem semantischen Subjekt in der folgenden Zeile noch einmal vor: m=k tw ḥwtf.tw=j. In diesem zweiten Fall ist tw, wenn es das Pronomen der 2. Person Sg. wäre, weder Schenkelsche Rang-II-Erweiterung (vorangestelltes Subjekt) noch Rang-IV-Erweiterung (vorangestelltes anderes substantivische Element des Satzkerns). Daher soll hier, auch angesichts der dezidiert passiven Diathese beider Sätze, die Möglichkeit zur Diskussion gestellt werden, dass das tw das Indefinitpronomen „man“ ist und damit sozusagen den Passivmarker aufgreift. S. dazu die vergleichbaren Fälle eines „exceptional doubling of {t}“, die Stauder, Earlier Egyptian Passive, 371 anführt, konkret die Sphinxstele Amenhoteps II., Zeile 19-20 (Urk. IV, 1281.14-15): tw sḏm.tw m pr-nsw jn jt (...): „Es wurde im Palast vernommen von (seinem) Vater (...)“ sowie v.a. das zweimal in der Ernennung zum Wesir vorkommende m=k tw ḏd.tw (...): „Siehe, es heißt: (...)“ (Faulkner, in: JEA 41, 1955, 20, Fig. 2, Zeile 14 und 16 = Urk. IV, 1090.15 und 1091.11). In diesen Fällen folgt dem tw kein Suffixpronomen, sodass augenscheinlich auch die Möglichkeit in Betracht zu ziehen wäre, dass die Ägypter dies eher als aktives tw sḏm=tw auffassten; in dem Fall läge zumindest rein syntaktisch ein regulärer Verbalsatz mit Schenkelscher Rang-II-Erweiterung vor. Die beiden Belege von pRamesseum XV, die beide ein Suffixpronomen besitzen, könnten dagegen die Deutung als Passiv weiter untermauern. In dieselbe Richtung geht wohl auch ein weiteres von Stauder zitiertes Beispiel, das mit jw gebildet ist: jw=tw sḏm.tw=f (...): „He is heard (...)“ (Urk. IV, 344.9), auch wenn es wie eine reine Analogiebildung zu dem regulären Passiv ḫr=tw sḏm.tw=f wirkt.
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(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de Svenja Damm, Peter Dils, Identifiant d’unité ICEDSQdWOmF1E0FItRMF0TWcEM0 <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/ICEDSQdWOmF1E0FItRMF0TWcEM0>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/ICEDSQdWOmF1E0FItRMF0TWcEM0, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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