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ꜥ n: Die Interpretation der Gruppe zwischen jm und ḥḥ (Arm über n) ist höchst unsicher. Die Parallele pTurin CGT 54068 bietet ein m vor ḥḥ (Roccati, Magica Taurinensia, 101.82), aber da der Papyrus davor zerstört ist, ist unklar, ob es noch weitere Unterschiede zu pTurin CGT 54050 gibt. Gardiner hat den Arm als Schreibung für ꜥ: „Stück u.ä.“ interpretiert; abgelegt unter der Nummer DZA 21.546.590 als Beleg für Wb 1, 158.12. Dem folgt vielleicht implizit Roccati, ebd., 162 in seiner Übersetzung der Stelle. Eigentlich fehlt dafür der Logogrammstrich. Statt Gardiners Interpretation als „Stück“ wird hier eine ebenso fehlerhafte Schreibung für ꜥ: „Befinden, Zustand“ vorgeschlagen. Auch das n ḥḥ mḥ ... der folgenden Zeile wird daran angeschlossen und damit parallel zu n ḥḥ ḥfn.w ... gesetzt, obwohl zu prüfen wäre, ob eine solche Konstruktion stilistisch möglich ist. Die beiden Nomina recta finden sich – im ersten Fall so ähnlich (nämlich als pꜣ n.tj r:nḥḥ ḥꜣ=f ḏ.t m ḥr=f), im zweiten in identischer Form (ḥḥ n mḥ m kk.wj ḥr wꜣ.t=f nb.t) – als Attribute des „Herrn der Millionen“ (nb ḥḥ), auf pChester Beatty VIII, Vso. 14,3 (Roccati, Magica Taurinensia, 101.82-102.83 und Gardiner, HPBM III, Plates, Taf. 49) sowie auf oDeM 1181 wieder (zu diesem inklusive der anderen Parallelen Fischer-Elfert, Lesefunde, 147-150; der von ihm zitierte pTurin ist die vorliegende Stelle von pTurin CGT 54050).
ḥfn.w: Der Klassifikator ist partiell zerstört, aber noch weit genug erhalten, um ihn zu identifizieren. Von den Pluralstrichen, die Roccati darunter transliteriert, ist nichts erkennbar. Stattdessen sind auf dem Turiner Foto an den Rändern der Lücke rote Spuren zu erkennen, die aber am Original geprüft werden müssten: An dieser Stelle denkbar wäre nur eine rote Korrektur, wie sie aber sonst auf dem Papyrus nicht vorkommen.
ḥr=f: Die Klassifizierung der Präposition mit dem Falken auf Standarte ist unerwartet, kommt aber auch in der Parallele pTurin CGT 54053 (Roccati, Magica Taurinensia, 39 und 101.82) und wohl auch auf pChester Beatty VIII vor, wo an der Abbruchkante noch der Falke auf Standarte und das =f erhalten sind. Auf oDeM 1181 (Fischer-Elfert, Lesefunde, 147) fehlt dagegen hinter ḥr der Falke auf Standarte; dafür steht wie auf pTurin CGT 54050 hinter ḥr=f ein Verspunkt. Dies und die syntaktisch parallele Konstruktion pꜣ n.tj r:nḥḥ ḥꜣ=f ḏ.t m-ḥr=f sprechen dafür, dass auf oDeM 1181 m-ḥr=f ein Präpositionalgefüge ist. Ähnliches wird dann vielleicht auch bei den beiden Turiner Papyri vorliegen, so dass ḥr trotz des Falken auf Standarte eine Präposition und kein Substantiv ist. Ob vielleicht deswegen der Schreiber von pTurin CGT 54050 den Verspunkt vor ḥr=f wieder getilgt hat? Hatte er ihn erst gesetzt, weil er ḥr=f wegen des Klassifikators für ein Nomen und den Beginn einer neuen syntaktischen Einheit hielt, dann seinen Fehler bemerkte und korrigierte?
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(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de Peter Dils, AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Anja Weber, Identifiant d’unité IBgCY5iG382AmUX0oUIVKynmuYU <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBgCY5iG382AmUX0oUIVKynmuYU>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBgCY5iG382AmUX0oUIVKynmuYU, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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