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sw hrw ḥḏi̯: Ergänzungen nach dem ersten Harfnerlied des Neferhotep, Kol. 22, vgl. Wente, "Make Merry" Songs, S. 126, Anm. a und S. 127 (zu Neferhotep siehe M. Lichtheim, The Songs of the Harpers; in: JNES 4, 1945, Tf. 7).
jw bn mꜣ(ꜣ)=f: Nach Sethes Abschrift dieser Stelle (DZA 23.542.180) steht am Ende von Kol. 3 jtn: "die Sonne", was Sethe mit einem "so!" bestätigt. Auf den Photos ist aber rechts neben dem Schilfblatt eine w-Schleife zu erkennen, außerdem kann man trotz der darunter beginnenden Zerstörung noch recht deutlich ein b lesen, so dass Wentes Lesung ("Make Merry" Songs, S. 127, so auch KRI IV 114, 9) wahrscheinlicher ist.
ḏi̯{.t} pr ḥr ptḫ: Zu der Konstruktion vgl. Wb II 468, 14.
ptḫ ḥr tꜣ: Von dem Determinativ von ptḫ (das angewinkelte Bein, Gardiner Sign-list D56) ist nur die obere Hälfte erhalten. Sethe (DZA 23.542.180) ergänzt danach ein t und zieht den erhaltenen Strich ebenfalls zu diesem Wort, für das er aber keine Deutung anbietet. Nach den Photos ist der Strich aber zu weit unten, um noch zu Sethes *ptḫ.t zu gehören, weshalb Wentes Ergänzung ḥr tꜣ ("Make Merry" Songs, S. 127) vorgezogen wird.
pꜣ ḏi̯{.t} ...: Diese Substantivierung bildet eine Parallele zu ntj ḥr mꜣ(ꜣ) ... und jwtj sw ... und ist keine nähere Beschreibung des hrw.
spr=f: Von dem Verb sind die laufenden Beinchen und eine von links oben nach rechts unten verlaufende Linie zu erkennen. Sethe las dies als Messer mit Beinchen (Gardiner Sign-list T32). Die Linie ist aber nach dem Photo des Heidelberger Ramessidenarchivs zu teilen: Ein kleiner Teil am rechten Kolumnenrand ist tatsächlich ein Hieroglyphenrest. Der weitaus längere Teil gleich anschließend, aufgrund dessen der Eindruck einer geradlinigen, sich beinahe über die gesamte Kolumnenbreite erstreckenden Linie entsteht, scheint eher Teil der Zerstörung als Zeichenrest zu sein. Damit steht Wentes Deutung, den erhaltenen Rest als Teil des gebogenen spr zu verstehen, nichts im Weg.
jri̯.wt wird hier als Partizip Perfekt Passiv verstanden, auch wenn die übliche Form jri̯.yt ist (vgl. Gardiner, Egyptian Grammar, § 361). Wente, "Make Merry" Songs, S. 126 versteht die Form als Relativform mit Indefinitpronomen, wobei bei seiner Übersetzung "which one has done" noch ein .n zu ergänzen ist: jri̯(.t)〈.n〉=tw. Bei Relativformen wird dieses Suffix jedoch relativ selten verwendet, J. Cerny, S.I. Groll, A Late Egyptian Grammar; Rome 1984, S. 480.
tꜣy=f: Je nach Deutung der grammatischen Form des jri̯ ändert sich das Bezugswort des =f: Versteht man jri̯ wie Wente als Relativform, kann man das Suffixpronomen auf =tw beziehen. Bei einer Deutung als Partizip benötigt man ein anderes maskulines Bezugswort. Der letzte maskuline Ausdruck ist pꜣ ḏi̯{.t}, auf den sich auch das Suffixpronomen von spr=f bezieht. Dies würde zu den in diesem Satz geäußerten pessimistischen Todesbeschreibungen (in dem Sinne, dass jede noch so ausführliche Vorbereitung auf das Jenseits im Endeffekt nutzlos ist) wie überhaupt zu der Jenseitseinstellung der Harfnerlieder passen. Aus diesem Grund wurde wsf hier auch als Partizip verstanden.
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(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Jessica Jancziak, Sabrina Karoui, Identifiant d’unité IBUBdyAzB9jWW0A9tFJY7pjs8WA <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBdyAzB9jWW0A9tFJY7pjs8WA>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
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