Identifiant de phrase ICUAdnFvbToMTU2Wu2Hmmm1h1Qg
Commentaires
-
ḥwi̯: Wie bereits Fischer-Elfert, Abseits von Ma’at, 104 vermerkt, wird das Verb an dieser Stelle kaum „schlagen“ meinen, weil es mit einer Ortsbezeichnung verbunden wird. Die hier gewählte, wenn auch eher umgangssprachliche Übersetzung als „aufschlagen“ versucht lediglich, die Grundbedeutung „schlagen“ mit dem vom Objekt verlangten Bewegungsmoment zu kombinieren.
mšꜣ: Zur Diskussion dieses Begriffes s. Fischer-Elfert, Abseits von Ma’at, 103-105: In pHarris I wird das zugrundeliegende Verb einmal wohl im Sinne von „aufgeschnitten, geöffnet“ (von Fischen) genannt, s. bereits DZA 24.406.820; ein weiterer Beleg jetzt auf oDeM 10423, Zeile 4, s. Grandet, Catalogue XIII, 43 und 298. Auf dem Ostrakon Michaelides 17, rto x+4 kommt es wohl im Sinne von „entjungfern“ (einer Frau) vor, s. Goedicke/Wente, Ostraka Michaelides, Taf. 33 und dazu Buchberger, in: SAK 18, 1991, 71.
Das davon abgeleitete Substantiv kommt in der mittelägyptischen Erzählung „The pleasures of fishing and fowling“ vor, https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBUBd2noFlbHoUP3nJmrKmvZKQA, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae (Zugriff am: 17.2.2025). Im anschließenden Satz steht dort wgs=k m ḥzmn: „du nimmst (den Fisch?) aus mit dem Bronze(messer)“, so dass wohl ein Ort gemeint ist, an dem frisch gefangene Fische geschlachtet werden. Ein zweiter Beleg steht im Kairener Liebeslied, https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBUBd0qId8gZ2EVppgTfVUQJXHA, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae (Zugriff am: 17.2.2025). Auch dort steht es in einem Kontext mit Fischen: ḥꜣ.tj =j (ḥr) wnf ḥr mk.t=f mj wꜣḏ{.w} m pꜣy=f mš: „Mein Herz frohlockt an seinem Platz, so wie ein Nilbuntbarsch in seinem … .“ Der Vergleich zielt wohl darauf ab, dass die frischgefangenen, noch lebenden Fische zappelnd versuchen, sich wieder ins Wasser zu retten. Leichte Zweifel an dieser Deutung ergeben sich allenfalls durch das Possessivpronomen pꜣy=f vor mš, das eher darauf hindeutet, dass dieses Substantiv etwas meint, was dem Fisch selbst gehört. Nur was? Als Tertium comparationis zwischen einem Ort, an dem ein Fisch gern ist (d.h.: dort frohlockt) und einem Ort, an dem er geschlachtet wird, könnte man spekulieren, ob damit auf der einen Seite die kraterförmigen Nester gemeint sind, die der Nilbuntbarsch während seiner Balz baut, s. https://www.aquakulturinfo.de/tilapia, Zugriff 17.02.2025, und auf der anderen Seite flache, mit Wasser gefüllte Mulden, in die man frischgefangene Fische temporär abgelegt haben mag, bevor man sie schlachtet. Ein bildlicher Nachweis für solche Mulden steht jedoch noch aus.
Der letzte Beleg, DZA 24.406.840 von pTurin 1879 vso könnte sowohl dafür als auch dagegen sprechen. Dieser entspricht aktuell, d.h. nach Zählung der Turiner Papyrusdatenbank TPOP (https://papyri.museoegizio.it/o/10, Login notwendig), Kol. 7,2 (Text 10) = der Rückseite von Fragment F in der Zählung von Harrell/Brown, in: JARCE 29, 1992, 84, Abb. 3 = Fragment G-H bei Dorn/Polis, in: BIFAO 116, 2016, 76, Abb. 8. Nur die Zeilenenden sind erhalten, und man kann lesen: [___]𓆟 n.tj ḥwi̯ mš. In der Zeile darüber ist noch erhalten: [___]𓆙𓅆 n.tj ḥtp m tpḥ.t=f: „(Schlange/-ngott) [NN], die/der in seiner Höhle ruht.“ Man könnte diese beiden Zeilen auf der einen Seite tatsächlich inhaltlich parallel auffassen: So, wie die Schlange in ihrer Höhle ruht, so betritt(?) der Fisch sein „Nest“. Oder man fasst sie gegensätzlich auf: Während die Schlange in ihrer Höhle ruht, zappelt der Fisch auf dem Schlachtplatz.
tꜣ mn.t: S. Fischer-Elfert, Abseits von Ma’at, 105. Es bleibt zu klären, warum dieses Wort mit einem Artikel versehen ist, das vorherige dagegen nicht.
Identifiant permanent:
ICUAdnFvbToMTU2Wu2Hmmm1h1Qg
URL permanente:
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICUAdnFvbToMTU2Wu2Hmmm1h1Qg
Citer en tant que:
(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de Samuel Huster, Identifiant de phrase ICUAdnFvbToMTU2Wu2Hmmm1h1Qg <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICUAdnFvbToMTU2Wu2Hmmm1h1Qg>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICUAdnFvbToMTU2Wu2Hmmm1h1Qg, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
Commenter le contenu de cette page
Merci de contribuer à l’amélioration des données ! Votre commentaire va être envoyé à l’équipe du TLA pour évaluation. Pour plus d’informations, voir notre politique de confidentialité.
Partager cette page
Notez que si vous utilisez les boutons des réseaux sociaux (par exemple X, Facebook), les données seront transmises au service concerné. Pour plus de détails, consultez les politiques de confidentialité des services concernés.
N’hésitez pas à nous signaler toute erreur
Merci de nous aider à améliorer notre publication.
Si vous n’avez pas d’application e-mail installée sur votre appareil, veuillez saisir vous-même un e-mail, en citant l’identifiant / lien du lemme ou de l’unité (ou l’identifiant / lien de la phrase), ainsi que le type d’erreur, à l’adresse suivante : tla-web@bbaw.de.