Identifiant de phrase IBcAVDpsaCGAt07SkksUDTrF55M
Commentaires
-
šmšm.t: (1) Schon Brugsch, Wb IV, 1392 setzt diesen Pflanzennamen mit koptisch ⲥⲉⲙⲥⲏⲙ: „Sesam“ gleich, vgl. noch Chassinat, in: BIFAO 49, 1950, 14. Schon Loret, Flore, 57 zweifelt jedoch diese Gleichsetzung an, zum einen, weil es keinen sicheren Nachweis für Sesam in Ägypten in pharaonischer Zeit gäbe, und zum zweiten, weil das gängigere koptische Wort für Sesam ⲟⲕⲉ sei, das mit einem hieroglyphischen „Ake“ zusammenhängen könnte. (Vermutlich meinte er damit die jwq.t-Pflanze, die üblicherweise nur als Schreibvariante von jꜣq.t: „Lauch“ angesehen wird, vgl. Loret, in: RecTrav 16, 1894, 4, Anm. 1; die von Loret, Flore, 57 angekündigte Studie zum Verhältnis dieser Pflanze zu šmšm.t scheint nicht erschienen zu sein.) Insgesamt hält es Loret, Flore, 57 aber für möglich, dass das hieroglyphische „Ake“ der einheimische Name für Sesam und šmšm.t ein semitisches Lehnwort sein könnte. Mit Verweis auf Lorets Zweifel lehnt Keimer, Gartenpflanzen I, 135 die Identifizierung von šmšm.t und ⲥⲉⲙⲥⲏⲙ ab (auf Lorets Hypothese, dass beide Bezeichnungen u.U. doch dieselbe Pflanze meinen könnten, geht er nicht ein).
(2) In jüngerer Zeit ist šmšm.t oft mit „Hanf“ resp. „Cannabis“ übersetzt worden (bspw. Westendorf, Handbuch Medizin, 507 [mit Fragezeichen], Manniche, Egyptian Herbal, 82-83). Diese Übersetzung begründet sich darin, dass in den Pyramidentexten einmal davon die Rede ist, dass Seile aus der šmšm.t-Pflanze gedreht werden sollen. Germer, Arzneimittelpflanzen, 198 u.a. führen diese Übersetzung auf Dawson, in: JEA 20, 1934, 44 zurück, aber dieser Vorschlag wurde bereits bei der Erstellung des Berliner Wörterbuches erwogen, s. DZA 30.140.630. Lucas, Materials, 149 führt die Erwähnung von Hanf-Funden bei Brunton, Mostagedda, 145 (non vidi) an, schränkt dies aber dahingehend ein, dass der Lieferant unsicher sei, weil das dort erwähnte „hemp“ mehrere Pflanzen meinen könnte. Lucas denkt etwa an Hibiscus cannabinus, Kenaf, als möglichen Lieferanten. Der echte Hanf, Cannabis sativa L., ist jedenfalls laut Germer, Arzneimittelpflanzen, 199 und Handbuch, 133 bislang für das pharaonische Ägypten nicht belegt. Auch Nicholson/Shaw, Ancient Egyptian Materials and Technology, 269 äußern sich zweifelnd zu den von Lucas erwähnten Hanf-Funden.
Identifiant permanent:
IBcAVDpsaCGAt07SkksUDTrF55M
URL permanente:
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBcAVDpsaCGAt07SkksUDTrF55M
Citer en tant que:
(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de Florence Langermann, AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Identifiant de phrase IBcAVDpsaCGAt07SkksUDTrF55M <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBcAVDpsaCGAt07SkksUDTrF55M>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBcAVDpsaCGAt07SkksUDTrF55M, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
Commenter le contenu de cette page
Merci de contribuer à l’amélioration des données ! Votre commentaire va être envoyé à l’équipe du TLA pour évaluation. Pour plus d’informations, voir notre politique de confidentialité.
Partager cette page
Notez que si vous utilisez les boutons des réseaux sociaux (par exemple X, Facebook), les données seront transmises au service concerné. Pour plus de détails, consultez les politiques de confidentialité des services concernés.
N’hésitez pas à nous signaler toute erreur
Merci de nous aider à améliorer notre publication.
Si vous n’avez pas d’application e-mail installée sur votre appareil, veuillez saisir vous-même un e-mail, en citant l’identifiant / lien du lemme ou de l’unité (ou l’identifiant / lien de la phrase), ainsi que le type d’erreur, à l’adresse suivante : tla-web@bbaw.de.