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„Krokodilskot“: Guitier, in: BIFAO 101, 2001, 232 erwähnt, dass Kot, „tojours à visée contraceptice“, immer wieder angewendet worden sei, verweist aber konkret nur auf DrogWb 285, das (seinerseits wieder nur unter Verweis auf Gesenius, Empfängnisverhütung, 1995, S. 4 [non vidi]) nur den Gebrauch von Elefantenkot „bei den Arabern“ zum Zweck der Verhütung nennt. Konkret im Fall des Krokodilskots von Kah 21 erwägt Guitier eher einen magischen Grund für die Verwendung: Das Krokodil sei u.a. ein Tier des Seth; und weil dieser ein Gegner der geordneten Welt und damit auch der (menschlichen) Natur sei, könnte der Kot eines sethischen Tieres als empfängnisverhütend aufgefasst worden sein.
Bezüglich des in Kah 21 ebenfalls verwendeten Pflanzenbreis erwägt Guitier, ebd., 228 die Möglichkeiten, (a) dass dieser eine antibiotische Wirkung gehabt haben und dadurch der septischen Natur des damit vermischten Krokodikots entgegengewirkt haben könnte, oder (b), dass der Pflanzenbrei eine ähnlich klebrige Wirkung gehabt haben könnte wie das von Dioskurides in einem Empfängnisverhütungsmittel genannte Gummiharz und schlicht das Eindringen des Spermas verhindert haben könnte. Seine Ausführungen hat jedoch einen Schwachpunkt: Die von ihm angenommene klebrige Natur hängt einzig vom Vergleich mit dem Gummiharz des Dioskurides ab. Dieser unterliegt aber dem Missverständnis – hervorgerufen durch die Standardübersetzung „mucilage“, „Pflanzenschleim“ –, dass ḥsꜣ ein gummiartiges, zähflüssiges Pflanzenprodukt ist. Die Droge ḥsꜣ scheint aber eher ein künstliches Produkt zu bezeichnen, das aus Getreidekörnern oder Brot (d.h. Brotstückchen?) hergestellt werden kann, s. DrogWb 368. Ein ḥsꜣ-Teig wird auch bei Szenen der Brotherstellung genannt; im Grab des Djehutihotep in Deir el-Bescheh aus dem Mittleren Reich ist bspw. im Zusammenhang mit Brotherstellung eine Frau abgebildet, der jri̯.t ḥsꜣ: „ḥsꜣ machen” beigeschrieben ist, s. Newberry, El Bersheh I, Taf. 25. Es handelt sich vielleicht um eine Art Getreidebrei oder Teig. Dieser mag zwar auch klebrig sein, aber das wäre neu zu prüfen. Dies gilt ebenso für die hypothetische antibiotische Wirkung.
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(Citation complète)Ines Köhler, avec des contributions de Lutz Popko, Peter Dils, AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Identifiant de phrase IBYBMHKnG0WchEvip7TPRD8QWPg <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBYBMHKnG0WchEvip7TPRD8QWPg>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
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