Identifiant de phrase IBUBdzgMndirVU29pAuH9OqM7vo




    substantive_fem
    de
    Auge

    Noun.sg.stpr.3sgm
    N.f:sg:stpr


    personal_pronoun
    de
    [Suffix Pron. sg.3.m.]

    (unspecified)
    -3sg.m


    preposition
    de
    [Bildungselement des Präsens I]

    (unspecified)
    PREP


    verb_2-lit
    de
    wehklagen

    Inf
    V\inf


    verb_4-inf
    de
    tragen

    Inf
    V\inf


    preposition
    de
    bis

    (unspecified)
    PREP


    verb_3-inf
    de
    tun

    SC.act.prefx.3sg
    V\tam.act:stpr


    personal_pronoun
    de
    [Suffix Pron. sg.3.c.]

    (unspecified)
    -3sg.c


    substantive_fem
    de
    Wahrheit

    (unspecified)
    N.f:sg


    preposition
    de
    hin zu

    (unspecified)
    PREP


    article
    de
    der [Artikel sg.m.]

    (unspecified)
    art:m.sg


    substantive_masc
    de
    Gott

    (unspecified)
    N.m:sg
de
Sein(e) Auge(n) jammerte(n) (?), bis (?) man die Wahrheit (schließlich) dem Gott zutrug,
Auteur(s): Lutz Popko; avec des contributions de: AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Anja Weber (Fichier texte créé: avant juin 2015 (1992-2015), dernières modifications: 24.10.2023)

Commentaires
  • Übersetzung wie grammatische Konstruktion sind unsicher. Auch Erman, S. 224 war sich der Übersetzung unsicher, wie an seinem Kursivdruck erkenntlich (Brunner-Traut, S. 160 folgte lediglich Erman). Wenn der Verspunkt vor jr.t=f ernst zu nehmen ist, dann liegt dort das Ende einer Sinneinheit vor. Trotz eines fehlenden Verspunktes ist es weiterhin sicher, dass mit b(w.t)=f ein neuer Satz beginnt. Damit stehen die Satzgrenzen fest.

    jr.t=f: Kammerzell, S. 953 scheint das Suffixpronomen auf pꜣ nṯr bezogen zu haben. Da in den neuägyptischen Erzählungen aber kataphorische Pronomina weitaus seltener vorkommen als anaphorische, wird hier angenommen, dass das pꜣ ꜥḏꜣ des vorherigen Satzes das Bezugswort ist.

    jr.t=f (ḥr) jm: Zwischen dem Suffixpronomen und dem anschließenden rmni̯ (?) stehen: Schilfblatt, w-Schleife, Eule, einfaches Auge, weinendes Auge und Pluralstriche. Die bisherigen Übersetzungen gingen bislang stets davon aus, dass jr.t=f 'weinte' o.ä., nahmen also das Wort rmi̯ an. Kammerzells Übersetzung "tränenüberströmt" spiegelt vielleicht die Phrase jri̯ rmw, Wb II 417, 12 wider (zur Schreibung von rmw allein mit dem weinenden Auge vgl. aus der Ptolemäerzeit DZA 25.896.970; das Nomen rm.yt: "Träne" kann aber schon in der Ramessidenzeit derart abgekürzt werden, vgl. DZA 25.897.150). Damit greifen alle Bearbeiter erheblich in den Text ein und tilgen alles zwischen dem Suffixpronomen und dem weinenden Auge. Bei einer Auflösung als jri̯ rmw könnte man immerhin noch das Auge als korrekt stehen lassen. Ein Präsens I mit der Präposition m kommt als grammatische Lösung nicht infrage, da diese nur bei Verben der Bewegung auftritt. Hier wird das Verb jm vorgeschlagen; das einfache und das weinende Auge wären in dem Fall Determinative. Zwar ist jm immer nur mit dem Mann mit der Hand am Mund determiniert, aber zumindest die reduplizierte Form jmjm (Wb I 82, 22) ist einmal auf pBM EA 10112 zumindest mit dem weinenden Auge determiniert (vgl. J. Lieblein, Le livre Égyptien (...) Que mon nom fleurisse; Leipzig 1985, S. I).

    r-mn(-m) ... mꜣꜥ.t: r-mn(-m) ist wie das Verb "schultern, tragen" geschrieben. Erman übersetzte (durch Kursivsetzung markierte er dies als unsicher): "die Wahrheit sollte festgestellt werden" (dem folgten Brunner-Traut, S. 160: "um die Wahrheit festzustellen", und Bresciani, S. 360: "e sia stabilita la verità"). Dachte er an r mn: "um fest sein zu lassen" (wobei man hier eher das Kausativum smn erwartet)? Das Treffen einer gerichtlichen Entscheidung wäre jedoch eher mit rḏi̯ mꜣꜥ.t (vgl. etwa Horus und Seth, 4,13) oder durch gmi̯ (Wb V 168, 10-13) formuliert worden. Kammerzell, S. 953 übersetzte: "Bis zur Wiederherstellung der Ordnung", dachte also vielleicht an die Konstruktion r-mn(-m)+Nomen? Auch wenn diese zusammengesetzte Präposition noch nicht mit Verben belegt ist, scheint es sich um die beste Lösung zu handeln. Eine Alternative wäre noch eine Lesung als (ḥr) rmni̯ j:jri̯=tw mꜣꜥ.t n pꜣ nṯr: "(wegen) des die Wahrheit dem Gott Zutragens, das man tat". Diese Phrase verlangt jedoch eigentlich einen Artikel: pꜣ rmni̯ j:jri̯=tw.

    Auteur du commentaire: Lutz Popko, avec des contributions de: AV Wortschatz der ägyptischen Sprache (Fichier de données créé: avant juin 2015 (1992-2015), dernière révision: 07.11.2022)

(Une prochaine version de l’application web du TLA indiquera également la portée des commentaires ou des annotations des auteurs, c’est-à-dire les parties de la phrase auxquelles un commentaire ou une annotation se réfère. Pour le plan de développement, voir ici.)

Identifiant permanent: IBUBdzgMndirVU29pAuH9OqM7vo
URL permanente: https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBUBdzgMndirVU29pAuH9OqM7vo

Citer en tant que:

(Citation complète)
Lutz Popko, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Anja Weber, Identifiant de phrase IBUBdzgMndirVU29pAuH9OqM7vo <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBUBdzgMndirVU29pAuH9OqM7vo>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)
(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBUBdzgMndirVU29pAuH9OqM7vo, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)