Identifiant d’unité IBUBd1irtxIWN0OqkW7v0mg9Tvs







    Lücke
     
     

     
     





    x+8
     
     

     
     


    substantive_masc
    de
    Hinterland

    (unspecified)
    N.m:sg





    2Q
     
     

     
     


    substantive_masc
    de
    Weg

    Noun.pl.stabs
    N.m:pl


    verb
    de
    versperren

    PsP.3plm
    V\res-3pl.m


    place_name
    de
    Qedem (Stadtstaat (?) in Syrien)

    Noun.pl.stabs
    N:pl


    verb_3-lit
    de
    riegeln (öffnen und schließen)

    PsP.3plm
    V\res-3pl.m
de
[...] das Hinterland [ist (?)..., die Wege] sind blockiert, die Qdm-Länder (?) sind versperrt.
Auteur(s): Marc Brose; avec des contributions de: AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Peter Dils, Charlotte Dietrich (Fichier texte créé: avant juin 2015 (1992-2015), dernières modifications: 25.04.2025)

Commentaires
  • Diese Zeile ist besonders problematisch, da hier zum schlechten Erhaltungszustand Schwierigkeiten bei den Lesungen auftreten, daher weichen alle Bearbeiter in ihrer Deutung voneinander ab. Im Einzelnen:
    - pḥw: wird gewöhnlich als "Hinterland" (oder auch "lowlands") verstanden; siehe Fischer, Inscriptions, 114; Habachi, in: MDAIK 19, 1963, 30; Darnell, Inscription, 89 mit Anm. a.
    - [... mṯn].w šr(j).w: Der erste Teil der Lücke wird nur von Darnell ergänzt, dazu siehe unten. Danach folgt einhellig wegen des Determinativs [mṯn].w "Straßen". Meines Erachtens liegt davor eine parallele Satzkonstruktion wie bei [mṯn].w šr(j).w vor, d.h. auf pḥ.w sollte ein Pseudopartizip folgen mit einem Verb des Verschließens oder Abschottens; anders aber Darnell, Inscription, 95-96; siehe unten.
    - Qdm.w jsn.w: Umstritten ist die Lesung Qdm "Qdm-Länder" bzw. "Ostländer (?)"; zu dieser Lösung siehe Fischer, Inscriptions, 116 Anm. q: er nimmt Qdm.w "die Ostländer o.ä." (siehe Wb. V, 82. 1-2) an, allerdings mit einer sehr ungewöhnlichen Schreibung aus den Zeichen MANN_AN_MAUER (Sign-list A35; Lautwert qd) - m mit durchgehendem MESSER (Sign-list T 30; zusammen der Lautwert dm; siehe Wb. 5, 448-449) - FREMDLANDZEICHEN - PLURALSTRICHE. Schenkel, MHT, 216 liest wie folgt: MANN_AN_MAUER ist Determinativ für šrj, danach m+MESSER als mk (d.h. m + k; der Henkelkorb und das Messer sehen sich sehr ähnlich!) "während (?)" und davor das Fremdlandzeichen logographisch im Plural, mit jsn.w als Pseudopartizip 3. f. Pl.; seine Übersetzung lautet: "[... die Straß]en (?) waren versperrt, während (?) die Fremdländer verschlossen waren."; so übernommen von Blumenthal, Phraseologie, 235. Zu jsn.w siehe J. Vandier, Mocalla, BdÉ 18, Le Caire 1950, 192-193 mit zwei Stellen aus Moꜥalla. Zur Lösung von Darnell siehe unten.
    Darnell, Inscription, 89-90 und 94-97 liest und interpretiert anhand verschiedener Inschriften mit ähnlichem Inhalt diese Sequenzen anders. Seine Lesung ist: a) pḥw[.w (?)...]]; b) [wbꜣ=j mṯn].w (?) šr.w; c) ḥsq(=j) ḫꜣs,tyw jsnw rd(=j); d) ḏfy(=j) [m ḫmw / šꜥ (?)...]"; seine Übersetzung lautet wie folgt: a) "... the hinterland[s(?)] / the low-lying [areas (?) ...]"; b) "[As (I) open the road]s that were closed,"; c) "so (I) decapitate the desert folk, who blocked (my) passage,"; d) "so that (I) might penetrate [...]". Statt wbꜣ hält er auch das gleichbedeutende wn "öffnen" für eine Alternative in der Lücke; m + MESSER fasst er als Abkürzung für ḥsq "abhauen, enthaupten" auf, die einmal für dieses Verb in den Pyramidentexten vorkommt (PT 635c M; ausgeschrieben bei P / T; vgl. Wb. 3, 168); nachfolgendes Fremdlandzeichen liest er als Nisbe Pl. ḫꜣs.tj.w "Fremdlandbewohner"; die Sequenzen (b) und (c) übersetzt er als Wechselsatz, (d) als konsekutiven Satz, die Ergänzungen am Ende ergeben sich nur sinngemäß aus der Bedeutung von ḏfy "einsinken (in)". Zu rd ḏfj.ẖ$ siehe den nächsten Satz.

    Auteur du commentaire: Marc Brose, avec des contributions de: AV Wortschatz der ägyptischen Sprache (Fichier de données créé: avant juin 2015 (1992-2015), dernière révision: 26.06.2015)

(Une prochaine version de l’application web du TLA indiquera également la portée des commentaires ou des annotations des auteurs, c’est-à-dire les parties de la phrase auxquelles un commentaire ou une annotation se réfère. Pour le plan de développement, voir ici.)

Identifiant permanent: IBUBd1irtxIWN0OqkW7v0mg9Tvs
URL permanente: https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBd1irtxIWN0OqkW7v0mg9Tvs

Citer en tant que:

(Citation complète)
Marc Brose, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Peter Dils, Charlotte Dietrich, Identifiant d’unité IBUBd1irtxIWN0OqkW7v0mg9Tvs <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBd1irtxIWN0OqkW7v0mg9Tvs>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)
(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBd1irtxIWN0OqkW7v0mg9Tvs, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)