Identifiant de phrase ICQDOZkPnhJIz0MUm0k6zTa5uhw
nꜣ-n msw.t.PL n Rꜥw m p.t • nꜣ-n msw.t.PL n Rꜥw m tꜣ • nꜣ-n msw.t.PL n Rꜥw ḥr ḫꜣs.t jmn.t(j).t • rto 3 [n]ꜣ[-n] [msw.t.PL] n Rꜥw ḥr ḫꜣs.t jꜣb.t(j).t • nꜣ-n msw.t.PL n Rꜥw ḥr rs.(w)t • nꜣ-n msw.t.PL n Rꜥw ḥr mḥ.t(j) • nn ḥri̯ r-r-rʾ.PL =tn rto 4 m ẖrd.w[.PL] ⸢n⸣ Rꜥw-Ḥr.w-ꜣḫ.tj.DU • psḏ.t-ꜥꜣ.t msw.t.PL n Rꜥw • psḏ.t-nḏs.t msw.t.PL n Rꜥw •
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nꜣ-n msw.t: Gardiner, DZA50.204.550 und Borghouts, Mag. Texts, 33 sehen hier die „Kinder“. Dieses Wort müsste im Plural aber ms.w lauten, nicht ms.wt, so dass man das t an allen Stellen tilgen oder als bedeutungslos erklären müsste (so mehr oder weniger explizit LGG III, 141c, s. unter psḏ.t-ꜥꜣ.t, Funktionen, A.b sowie 156a, s. unter psḏ.t-nḏs.t, Funktionen, A.b, wo ms.w n.w Rꜥw transkribiert ist). Das Substantiv msw.tj: „Nachkomme“, an das man als Alternative denken könnte, ist dagegen relativ selten und zeigt üblicherweise eine deutlich geschriebene tj-Endung. Die msw.t: „Nachkommenschaft“ wiederum ist als Kollektivum syntaktisch ein Singular, d.h. man würde eher tꜣ msw.t als nꜣ-n msw.t erwarten (für Abweichungen von dieser Regel s. vielleicht GEG, § 510.2). Für das hier stattdessen gewählte Wort msw.t in der Bedeutung „Manifestation“ s. Baines, in: Fs Daumas, Bd. 1, 43-50 (Hinweis Fischer-Elfert).
Gleichzeitig zeigt das Wort ẖrd.w in rto 4, dass diese Manifestationen auch als Nachkommen des Re aufgefasst werden können.
nn ḥri̯ r=tn: Es gibt keinen Negationssatz des Musters nn + Adverbialphrase. Daher muss man entweder von einem elliptischen Satz #nn Ø + Adverbialphrase# ausgehen, oder ḥr ist an dieser Stelle eigentlich ein Partizip von ḥri̯: „fern sein“, so dass der Satz wörtlich heißt: „Es gibt keinen, der von euch abzusondern ist“ o.ä. Letzteres liegt vielleicht der Übersetzung von Borghouts zugrunde: „there are none except you as children of Rēꜥhorachte“. Noch etwas anders versteht es wohl Gardiner, der auf DZA 50.204.550 übersetzt: „Es wird von euch nicht ausgenommen an irgendwelchen Kindern des Re-Harachte“. Er scheint an einen negierten Verbalsatz mit ausgefallenem bzw. elliptischem Subjekt gedacht zu haben. Keiner von beiden gibt eine Erklärung, was mit diesem Satz gemeint ist. Borghouts’ Übersetzung liest sich wie eine abschließende Bemerkung, dass die zuvor genannten Gruppen alle Nachkommen (bzw. wie hier vorgeschlagen: Manifestationen) des Sonnengottes umfasst – was indirekt durch die folgenden beiden Neunheiten negiert wird, die ebenfalls als seine Nachkommen/Manifestationen erscheinen, wenn auch im einen Fall Re-Harachte, im anderen nur Re genannt ist. Der Text gibt keine Auskunft, wie diese beiden Listen von Göttergruppen „personell“ zueinander stehen. Gardiners Interpretation ist nicht ganz klar, scheint aber in dieselbe Richtung zu weisen.
Zur Schreibung der Präposition r vgl. ENG, § 609.
psḏ.t ꜥꜣ.t … psḏ.t nḏs.t …: Es ist unklar, wie beide Sätze syntaktisch anzuschließen sind. Es liegen kaum Adverbialsätze mit einem m of predication vor, denn das ergäbe eine reine Feststellung, dass diese beiden Neunheiten die Manifestationen des Re sind, wohingegen der Kontext eher Vokative o.ä. wahrscheinlicher macht.
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(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de Samuel Huster, Identifiant de phrase ICQDOZkPnhJIz0MUm0k6zTa5uhw <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICQDOZkPnhJIz0MUm0k6zTa5uhw>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICQDOZkPnhJIz0MUm0k6zTa5uhw, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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