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Recto Beginn des Textes verloren x+1 ca. 4Q




    Recto
     
     

     
     



    Beginn des Textes verloren
     
     

     
     



    x+1
     
     

     
     



    ca. 4Q
     
     

     
     
de
(Recto) [...] (x+1) [...]
Auteur(s): Anke Blöbaum; avec des contributions de: Svenja Damm (Fichier texte créé: 26.04.2023, dernières modifications: 25.10.2024)

Commentaires
  • Textverlust: Die Einführung der Göttin ist verloren. Da der Text in der ersten Person Singular formuliert ist und allein die Göttin Nechbet am Ende des Textes (Rto. x+93–94) als orakelgebende Gottheit genannt ist, ist davon auszugehen, dass nicht mehr als ein oder zwei Zeilen zu Beginn des Textes verloren sein dürften, s. Edwards, HPBM 4, Bd. 1, 107 [1].

    Auteur du commentaire: Anke Blöbaum (Fichier de données créé: 28.06.2023, dernière révision: 28.06.2023)

  • Anmerkung: Der Papyrus ist nur auf einer Seite (Recto) beschrieben. Es handelt sich um die Seite des Papyrusstreifens, auf der die vertikalen Fasern oben liegen. Es mag zunächst etwas irritieren, dass die Seite des Textes als „Recto“ bezeichnet wird, bei der die vertikalen Fasern oben liegen. Die Oracular Amuletic Decrees sind generell auf sehr schmalen und zum Teil enorm langen Papyrusstreifen notiert worden. Wie haben die Schreiber diese Streifen hergestellt? Die einfachste Methode ist die, einen schmalen Streifen von einer bereits vorbereiteten Rolle abzuschneiden. Edwards hat bei einer Untersuchung der Klebungen Hinweise auf genau dieses Vorgehen festgestellt (Edwards, HPBM 4, Bd. 1, xii). So konnte er bei einer Reihe von Texten, Klebungen in regelmäßigen Abständen feststellen, die auf eine vorgefertigte Rolle hindeuten. Allerdings erwähnt er auch, dass es Texte gibt, die unregelmäßige Abstände bei den Klebungen aufweisen bzw. aufzuweisen scheinen (ebd.). Daraus zieht er den Schluss, dass es für die Herstellung der OAD keine fest gelegte Methode gab, sondern die Schreiber vielmehr das Material verwendeten, das sie gerade zur Hand hatten; seien es Abschnitte einer Rolle, oder anderweitige Streifen, bzw. eine Kombination aus beidem. Als Beispiel eines zusammengestückelten Papyrus führt er insbesondere Papyrus London BM EA 10320 (L4) an (ebd.). Dieser Papyrus beginnt mit einem Stück auf dem neun Zeilen des Textes erhalten sind, bei dem aber die horizontalen Fasern oben liegen Dieses Stück ist an den Streifen mit vertikalen Fasern angeklebt (Edwards, HPBM 4, Bd. 1, 27). Genau diesen Papyrus möchte ich allerdings als wichtigen Hinweis dafür benennen, dass die Schreiber in der Regel einen schmalen Streifen von einer vorbereiteten Rolle abgeschnitten haben. Das kurze Stück mit dem anderen Faserverlauf ist doch zweifelsfrei ein sog. Schutzblatt bzw. „protocollon“ zu Beginn einer Papyrusrolle (vgl. Turner, The Terms Recto and Verso, 28–29), das in diesem Fall entgegen der allgemeinen Praxis ebenfalls beschriftet wurde. Die Klebung zeigt zudem deutlich an, dass es sich um das Recto der betreffenden Rolle handeln muss (An dieser Stelle möchte ich Nadine Quenouille für ihre papyrologische Expertise und Einschätzung sehr herzlich danken). Der Schreiber hat also den Streifen von einer neuen Rolle abgeschnitten und dann zur Beschriftung um 90 Grad gedreht. Es handelt sich also papyrologisch um eine „transversa carta“ (Turner, The Terms Recto and Verso, 29; Bülow-Jacobson, in: Oxford Handbook of Papyrology, 21–22), ähnlich wie es bei spätramessidischen Briefen zu beobachten ist (Edwards, HPBM 4, Bd. 1, xii [7] mit Verweis auf Černý, LRL, xvii-xx).

    Auteur du commentaire: Anke Blöbaum (Fichier de données créé: 28.06.2023, dernière révision: 28.06.2023)

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Anke Blöbaum, avec des contributions de Svenja Damm, Identifiant de phrase ICMBFv8LW9AREk0rg3l6BvfEn14 <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICMBFv8LW9AREk0rg3l6BvfEn14>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)
(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/ICMBFv8LW9AREk0rg3l6BvfEn14, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)