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- st.t: Breasted, Surgical Papyrus, 397 übersetzt mit "swelling", aber untersucht bzw. begründet diese Übersetzung nicht näher; ebenso Wb. IV, 333.4: "Anschwellung, Geschwulst". Diese Übersetzung geht auf das Determinativ des schlechten Pakets zurück und wird heute nicht mehr akzeptiert (so jedoch noch Allen, Art of Medicine, 101). Laut Dawson, in: JEA 20, 1934, 185-186 sind die Übersetzungen "swellings" oder "boils" in den verschiedenen Belegen nicht erforderlich und nicht mal wahrscheinlich oder auch nur möglich; in allen Fällen liefert "acute pain" oder "shooting pain" eine zufriedenstellende Übersetzung (gefolgt von Lefebvre, Médicine égyptienne, 39-40 und 56-57: "douleur lancinante"; ebenso Sanchez/Meltzer, 262, 287). Diese Übersetzung geht auf die Schreibung mit dem Phonogramm F29 (von einem Pfeil durchbohrtes Tierfell) zurück oder auf einen mutmaßlichen etymologischen Zusammenhang mit sti̯: "schießen". Das gelegentlich vorkommende Determinativ der Wasserwellen (von Dawson als Fehler abgelehnt), spricht möglicherweise eher für einen Zusammenhang mit sti̯ "strömen, gießen" (so Westendorf, Handbuch Medizin, 343). Ebbell trennt in zwei Wörter st.t: einmal eine Krankheit ohne Wasserwellen geschrieben (in: ZÄS 63/2, 1928, 115-117: "Rheumatismus o.ä.") und einmal einen Stoff mit Wasserwellen determiniert (Ebbell, Altägyptische Bezeichnungen für Krankheiten und Symptome, 42-48: "Schleim, Phlegma", entsprechend einem der vier Säfte der antiken Medizin). Dawson lehnt die Übersetzung "Rheumatismus" ab, weil st.t in vielen Fällen von Schmerzen und Steifheit in Muskeln und Gelenken nicht genannt wird, obwohl dort mit rheumatoider Arthritis zu rechnen sei. MedWb II, 812-814 bringt alle Schreibungen unter st.t zusammen und übersetzt mit "Schleimstoffe". Westendorf, Papyrus Edwin Smith, 82/83, Anm. 3 spezifiziert st.t als "Durch das Gefäßsystem fließende Stoffe, die am Ort der Krankheitserscheinung entstehen und durch ihr Fließen an beliebigen Stellen im Körper Schmerzen und sonstige Nebenerscheinungen hervorrufen («Rheumatismus»)". Westendorf, Handbuch Medizin, 343-344 ist noch ausführlicher und vermerkt, dass die Charakterisierung der Flüssigkeit als "Schleim" nur durch das Vorkommen von st.t bei Husten und Schnupfen begründet wird. Bardinet, Papyrus médicaux, 125-128 ("êtres pathogènes circulants") und 176-177: lebendige Organismen, die durch die mt-Gefäße/Stränge im Körper zirkulieren und so Schmerzen verursachen; wenn die Zirkulation unterbrochen wird, sterben und verwesen sie und werden stark pathogen. Bardinet, Papyrus médicaux, 516 übersetzt st.t in Fall 47 (Kol. 16.18 und 17.2) mit "irradiations" (d.h. "ausstrahlende Schmerzen"). Allen, Art of Medicine, 103 hat im gleichen Fall 47 "drainage". Nunn, Ancient Egyptian Medicine, 62-63 verzichtet auf eine Definition oder Umschreibung.
- šw.tj: ist ein allgemeiner Begriff für "Seite", ohne dass es auf ein bestimmtes Körperteil beschränkt ist. Allerdings wird es in Glosse B von Papyrus Edwin Smith (Fall 43, Kol. 15.5) mit t und Fleischdeterminativ geschrieben und in Glosse C als dp.tj: "Lenden" erklärt (Kol. 15.6). In Fall 47 (Kol. 16.17) ist mit šw.t die Seite des Brustkorbs gemeint.
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(Citation complète)Peter Dils, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Lutz Popko, Identifiant de phrase IBYCeC9OiE4TP0aIhiMX7Kd7eSY <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBYCeC9OiE4TP0aIhiMX7Kd7eSY>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBYCeC9OiE4TP0aIhiMX7Kd7eSY, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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