Identifiant de phrase IBYCdIRkJMBF80MltNdVmaFSD6E




    preposition
    de
    was anbetrifft (vorangestellt zur Betonung eines Satzgliedes)

    (unspecified)
    PREP


    substantive_fem
    de
    Zerrung

    (unspecified)
    N.f:sg


    verb_2-lit
    de
    sagen

    SC.act.ngem.3sgm
    V\tam.act:stpr


    personal_pronoun
    de
    [Suffix Pron. sg.3.m.]

    (unspecified)
    -3sg.m


    preposition
    de
    betreffs

    (unspecified)
    PREP


    verb_3-inf
    de
    zerbrechen; öffnen; hervorbrechen

    Inf.t
    V\inf


    preposition
    de
    durch; seitens (jmds.)

    (unspecified)
    PREP


    substantive
    de
    Glied, Gelenk (?)

    (unspecified)
    N:sg


    particle
    de
    [zur Satzmarkierung und in komplexen Verbformen]

    Aux.jw.stpr.3sgf_adv/Verb
    AUX:stpr


    personal_pronoun
    de
    [Suffix Pron.sg.3.f.]

    (unspecified)
    -3sg.f


    preposition
    de
    [lokal]

    (unspecified)
    PREP


    substantive_fem
    de
    Stelle

    Noun.sg.stpr.3sgf
    N.f:sg:stpr


    personal_pronoun
    de
    [Suffix Pron.sg.3.f.]

    (unspecified)
    -3sg.f
de
(Glosse A:) Was (die Textstelle) "die nrw.t-Zerrung/Verstauchung/Zerreißung" angeht:
Er (d.h. der Arzt oder ein zuvor genanntes Handbuch) sagt (dies) über das ngi̯.t-Aufgerissensein/Auseinanderreißen durch das Gelenk(?) (oder: seitens zweier Glieder/Gelenkteile),
wobei es (d.h. das Gelenk oder jedes Glied) (allerdings noch) an seiner Stelle ist.
Auteur(s): Peter Dils; avec des contributions de: AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Lutz Popko (Fichier texte créé: 30.09.2016, dernières modifications: 19.08.2025)

Commentaires
  • - ꜥ.tj: Ist ein Dual des Wortes ꜥ.t: "(Körper)glied". Laut MedWb I, 117 und 121 ist der Dual ꜥ.tj lexikalisiert (vgl. pḥ.wj: "Hintern" < "die beiden Hinterbacken"; ꜥr.tj: "Kiefer" < "die beiden Kieferhälften"; bb.wj: "Schlüsselbein" < "die beiden Schlüsselbeine") und bedeutet "Gelenk" im Sinne von "Ort, an dem Körperteil an Körperteil stößt". Schon Grapow, Anatomie, 17, Anm. 2 hat angenommen, dass das mit ꜥ.tj gebildete Kompositum rʾ-ꜥ.tj "die vermutliche Benennung für 'Gelenkverbindung'" ist. Grapow nimmt diese Bedeutung jedoch nicht für ꜥ.tj allein an und er übersetzt (in: Grapow, Anatomie, 46) Fall 30 als "die beiden ꜥ.t-Fleische (d.h. wohl Muskelstränge) des Nackens"). Weder Grundriß IV, noch später Westendorf (Papyrus Edwin Smith; Handbuch Medizin) übersetzen ꜥ.tj in Fall 30 mit "Gelenk" (Westendorf, Handbuch Medizin, 170, 175, 224 Anm. 277, versteht ꜥ.tj jedoch als "Gelenk"). Die Bedeutung "Gelenk" für ꜥ.tj wird von Walker, Anatomical Terminology, 27-31 weiter exploriert. Er vermutet, dass ꜥ.tj nicht nur "joint" bedeutet, sondern "possibly ligamentous joints only" heißt, d.h. ein "unechtes, kontinuierliches Gelenk" (Synarthrose), während rʾ-ꜥ.tj für "joint (possibly synovial joints only)", d.h. ein "echtes, diskontinuierliches Gelenk" (Diarthrose) mit einer Unterbrechung () zwischen den beteiligten Knochen stehen könnte. Walker, Anatomical Terminology, 28 lässt in Fall 30 die Entscheidung über die Übersetzung von ꜥ.tj als "two body parts" oder "joint" offen. Brawanski, in: SAK 32, 2004, 65 übersetzt mit "Gelenk", Sanchez/Meltzer, 195 haben "intervertebral joint"; beide berufen sich auf Walker, der das Gelenk zwischen zwei Wirbeln tatsächlich ein "intervertebral joint" nennt, womit die "Bandscheibe" gemeint ist. Sanchez/Meltzer, Edwin Smith Papyrus, 196-199 sowie Stephan, Altägyptische Medizin, 2011, 125-127 nehmen an, dass in Fall 30 ein Bandscheibenvorfall vorliegt. Für Brawanski, in: SAK 32, 2004, 78 beschreibt Fall 30 eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS-Distorsion, Schleudertrauma) Meyerhof, in: Deutsche Zeitschrift für Chirurgie 231, 1931, 666 spricht von einer "Bandzerreißung ohne Dislokation des Gelenks".
    - jw=s: Das Suffixpronomen Feminin Singular bezieht sich entweder auf ꜥ.tj: "die zwei/beiden Glieder", das eigentlich ein Dual ist, aber vielleicht als Singular "das Gelenk" verstanden wurde, oder auf jedes einzelne der beiden ꜥ.t-Glieder. Es kann sich nicht auf ngi̯.t beziehen, das als Infinitiv ein Suffixpronomen Maskulin erfordert (DZA 25.319.110 übersetzt ng.t als ein Substantiv, aber der Zettel befindet sich beim Verb ngi̯; Wb. II, 348.15 listet ein Substantiv ng.t auf: "Bruch o.ä. (im Deich)", das mit der Wurzel ngi̯ zusammenhängt.). Auch ein Bezug auf das feminine Substantiv nrw.t würde mit der angenommenen Bedeutung von nrw.t als "Zerrung, Verstauchung, Zerreißung" keinen Sinn ergeben.

    Auteur du commentaire: Peter Dils (Fichier de données créé: 06.12.2016, dernière révision: 06.12.2016)

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(Citation complète)
Peter Dils, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Lutz Popko, Identifiant de phrase IBYCdIRkJMBF80MltNdVmaFSD6E <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBYCdIRkJMBF80MltNdVmaFSD6E>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)
(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBYCdIRkJMBF80MltNdVmaFSD6E, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)